Bremen Challenge - Jens Koop auch hier in der Spitzengruppe unterwegs

Jens Koop hier bei einem Crossrennen. Er kann auch in" Sandkisten" Rennrad fahren .
Jens Koop hier bei einem Crossrennen. Er kann auch in" Sandkisten" Rennrad fahren .

Bei der gestrigen Bremen-Challenge waren die HTB-Triathlonsparte vertreten, und zwar mit einem ihrer Spitzenradfahrer: Jens Koop!

 

Trotz langer Wartezeit bis zum Start ließ Jens sich erwartungsgemäß nicht aus der Ruhe bringen und war mit einer Top-Geschwindigkeit  in der Spitzengruppe unterwegs.

 

Starker Wind, heftige Kurven und übeles Kopfsteinpflaster haben ihn nicht von einem guten Rennen abhalten können.

 

Mehr könnt ihr seinem Erlebnisbericht entnehmen.

 

 

"Die Bremen Challenge am 17.08.14 ist eine Rennveranstaltung im Rahmen des German Cycling Cups. Eine deutsche Rennserie für Hobbyradsportler.

 

Bremen hat bundesweit einen der schönsten City-Rundkurse zu bieten, weil hier reizvolle Herausforderungen, wie zum Beispiel die Anstiege und Abfahrten auf der innerstädtischen Hochstraßen-Passage, geboten werden. Es gilt aber auch 200m übelstes Kopfsteinpflaster zu überfahren.

 

Die rund 13,5 abwechslungsreichen Kilometer durch Bremen werden entweder fünf oder neunmal durchfahren - je nachdem ob man die 67,5-Km oder die 121,5-Km-Strecke gewählt hat.

 

Ich habe mich für die 67,5 km entschieden. Der Start war für 9.00 Uhr geplant. Da ca. 430 Fahrer gemeldet waren, wurde in den Startblöcken A-D gestartet. 20 Minuten vor dem Start stellte ich mich in Startblock A um eine gute Startposition zu bekommen. Leider verzögerte sich der Start um 60 Minuten, da es Schwierigkeiten mit der Streckenabsperrung gab.

 

Langes Warten war angesagt.
Langes Warten war angesagt.
Dann war Jens nicht mehr zu halten.
Dann war Jens nicht mehr zu halten.

Dann ging es endlich los. Aufgrund der Verzögerung wurde die erste Runde neutralisiert gefahren, d. h. das vorausfahrende Führungsfahrzeug durfte nicht überholt werden.

 

In der ersten Runde habe ich mich ganz vorne im Feld aufgehalten. Eine gute Position da das Rennen dann in einem fliegenden Start eröffnet wurde.

 

Kurz nach dem Start fuhren wir eine steile Kehre hoch auf die B6. Hier beschleunigten wir von 10km/h auf über 50 km/h und rauschten so über die Hochstraße am Breitenweg zum Rembertikreisel, um dann auf der entgegengesetzten Fahrbahn erneut die Hochstraße zu passieren.

Bereits jetzt wurde ersichtlich wie groß die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen geworden waren. So fuhr ich in der 50 köpfigen Spitzengruppe Richtung Walle.

 

Hier erwartete uns neben einem bunten Rahmenprogramm mit Musik und vielen Zuschauern eine 200m lange und kurvenreiche Kopfsteinpflasterpassage. Da gab es für uns nur eines: „Voll rüber bügeln!“

 

Bei extremem Wind ging es zurück zum Start/Ziel-Bereich.

Obwohl ich von vielen professionell geführten Rennteams aus ganz Deutschland umgeben war, konnte ich mich gut in der Gruppe behaupten.

 

Bislang habe ich in diesem Jahr lediglich an RTFs teilgenommen. Hier wurde ein hohes, aber konstantes Tempo gefahren. Bei diesem Radrennen war es anders, da ständig Fahrer über den gesamten Rennverlauf versuchten, durch Tempoverschärfung dem Feld davon zufahren.

 

Das bedeutete für uns ständige Tempoänderungen und somit hohe Konzentration und viel Kraftaufwand.

 

Da wir auf abgesperrten Straßen fuhren, mussten wir im Gegensatz zu einer RTF nicht auf den Straßenverkehr achten. So ist das Tempo vor den Kurven meist erhöht worden, um in einer vorderen Position in der Gruppe die Kurven mit hoher Geschwindigkeit zu durchfahren um dann nach der Kurve stark zu beschleunigen.

 

Nach gut der Hälfte des Rennens überrundeten wir die ersten Gruppen, was alles andere als ungefährlich war.

 

In unserer letzten Runde wurde das Tempo nochmal etwas erhöht. Alles bereitete sich für den Schlussspurt vor. Das konnten die meisten Fahrer in meiner Gruppe denn doch besser als ich.

 

Ich beendete das Rennen mit der Gesamtplatzierung 34. In meiner Altersklasse belegte ich den Rang 13.

 

Die 67 km Strecke fuhr ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,03 km/h."

 

 

Autor: Jens Koop