Katrin Fronzek wird olympisch - 24. Bären-Triathlon in Bad Zwischenahn

Der HTB feiert Katrin Fronzek und ihre erste olympische Distanz.
Der HTB feiert Katrin Fronzek und ihre erste olympische Distanz.

Während es die einen zum Zwecke der Erholung nach Bad Zwischenahn zieht, verschlug es vergangenen Samstag und Sonntag insgesamt 8 Triathleten des Harpstedter TB in den Kurort, um den eigenen Körper beim Oldenburger Bärentriathlon auf unterschiedlichen Distanzen zu „quälen“.



  • Katrin Fronzek bewältigt ihre erste Olympische Distanz und gewinnt ihre Altersklasse
  • positiver Einfluss der Drews'schen Wetterapp
  • von-Döllen-Schwestern erfolgreich beim Swim&Run
  • fünf Teilnehmer auf der Sprintdistanz
Alina von Döllen erreichte den dritten Platz in ihrer Altersklasse.
Alina von Döllen erreichte den dritten Platz in ihrer Altersklasse.



Bereits am Samstagnachmittag fanden die Swim&Run-Wettbewerbe der Kinder statt. Hier ließen sich Anna und Alina von Döllen vom durchwachsenen Wetter nicht abschrecken und starteten (und finishten natürlich auch) in ihren jeweiligen Altersklassen.


Anna erreichte in der TW 10 den 14. Platz und Alina konnte in der TW 6 sogar den 3. Platz auf dem Treppchen ergattern.

Auch bei dem Wettkampf am Sonntag im schönen Ammerland in sollte das Wetter wieder eine tragende Rolle spielen (wie schon am Wochenende zuvor in Celle).

Die Wetterapp von Trainer Matthias Drews verhieß nur trockenes und stabiles Wettkampfwetter. Mal sonnig, mal bewölkt bei angenehmen Temperaturen von 19 Grad. Diese Information machte auch die Runde bei den Wettkämpfern vom HTB, die genau unter diesen Bedingungen zum Triathlon in Bad Zwischenahn antreten wollten. Allerdings waren die Vorhersagen der anderen Wetterapps nicht gleich, sondern regnerisch bei 15 Grad Lufttemperatur. Und das wurde mal wieder belustigend von den HTB Triathleten aufgenommen, da in der Vergangenheit so einige Wetterunstimmigkeiten bei der Wetterapp von Matthias Drews auftraten. Als es in den frühen Morgenstunden des Sonntags zum Wettkampf ging, ergoss sich bei den Anreise mit dem PKW nach Bad Zwischenahn bereits größere Mengen Regen auf die anreisenden Sportler.

Kaum waren alle Athleten in der Wechselzone am Zwischenahner Meer eingetroffen, öffnete der Himmel dann all seine Schleusen und Check-In und Materialaufbau konnten nur mit Regenschirm und/oder –jacke vorgenommen werden.

Je näher die Starts rückten, desto trockener wurde es allerdings. Die Temperaturen erreichten bereits 18 Grad gegen 10:00 Uhr. Die Wassertemperatur des Bad Zwischenahner Meeres hingegen waren gefühlt unter den 18 Grad, wurden aber mit 19 Grad angegeben.

Nur durch ein kleines Aufwärmtraining im kalten Wasser konnte sich der Körper an die kalten Wassertemperaturen gewöhnen und somit machten sich 6 HTB-ler bereit für den Start.

Bevor es dann um 10:30 losging, brach der Himmel auf und die Sonne lachte alle Triathleten zum offiziellen Start des 24. Oldenburger Triathlon an. Somit konnte auch die nasse Fahrbahn teilweise trocknen.

5 HTB-Triathleten machten auf der erweiterten Sprintdistanz (750 m / 27 km / 5,4 km) mit und auf der klassischen olympischen Strecke gab es eine Premiere: Die HTB Triathletin Katrin Fronzek probierte sich zum ersten Mal auf dieser Strecke aus. Und so nahm sie ihre große Herausforderung wahr (Erlebnisbericht von Katrin):

Vor dem Start zur Olympischen Distanz: Hier muss Katrin jetzt allein durch.
Vor dem Start zur Olympischen Distanz: Hier muss Katrin jetzt allein durch.

Nachdem ich bei meinem Einstieg in den Verein im letzten Herbst großspurig mitteilte, dass ich auf jeden Fall die olympische Distanz angehen würde, musste ich nun mein Versprechen halten. Im Vorfeld musste ich nur leider feststellen, dass ich mich bereits durch ständiges „Vollgas-Training“ außer Form gebracht hatte. Ob ich überhaupt starten würde, beschloss ich erst am frühen Sonntagmorgen. Mit etwas schlappen Beinen aber immerhin noch ohne Infekt konnte ich an den Start gehen. Obwohl ich keine schlechte Schwimmerin bin, hatte ich doch Respekt vor den anstehenden 1,5km. Die gestalteten sich jedoch als völlig unproblematisch. Der einzige Schwachpunkt waren meine Augen oder besser gesagt meine Schwimmbrille. Trotz Unmengen Anti-Fog-Spray beschlug die Brille, so dass ich die riesigen weißen Bojen nur selten tatsächlich sah.

Da ich mich aus diesem Grunde an anderen Schwimmern orientierte, die scheinbar ebenso wenig sahen, schwamm ich wie so oft in Schlangenlinien in Richtung Ziel. 

Startschuss zur 1500m-Schwimmstrecke
Startschuss zur 1500m-Schwimmstrecke

Kurz darauf saß ich schon auf meinem Rad. Hier machten sich dann doch die müden Beine bemerkbar. Trotz dessen versuchte ich zumindest einen 30er Schnitt zu halten, obwohl sogar die kleinen Steigungen an den Über- und Unterführungen Kraft kosteten. Durch das ruhigere Tempo blieb zumindest die Zeit einen Blick in die Umgebung zu werfen und sich ein Bäumchen für den eigenen Garten aus den diversen Gärtnereibetrieben auszusuchen. ( ;-) ) Unglücklicherweise musste ich zu Beginn der Radstrecke feststellen, dass mir mein Gel abhanden gekommen war! Nach ca. 3 km wüstem innerlichen Fluchen verabschiedete ich mich von dem Gedanken, Energie nachzuführen. Nach den insgesamt 3 zum Teil sehr schlecht asphaltierten Runden auf der Radstrecke, konnte ich mich wieder in Richtung Wechselzone begeben. Allerdings nicht ohne zuvor vom Kampfrichter angeblafft zu werden. Der hatte schon kurz vorher eine Horde von 10 Athleten mit wildem Pfeifen auseinandertreiben müssen und war scheinbar entsprechend angefasst. Schließlich war auch ich einer vor mir fahrenden Teilnehmerin zu dicht aufgefahren, die hatte aber gar nicht wahrgenommen,  so optimal hatte sie ihre Kleidung dem Asphalt angepasst...

Katrin Fronzek glücklich nach dem Wettbewerb.
Katrin Fronzek glücklich nach dem Wettbewerb.

In der Wechselzone fand ich zu meinem Glück noch ein weiteres Gel, welches ich auf der Laufstrecke sofort vernichtete. Im Gegensatz zur Radstrecke war die Laufstrecke landschaftlich ausgesprochen schön und leicht zu laufen. Etwa auf der Hälfte der Strecke war von einigen Senioren ein kleiner Pavillon aufgebaut worden, unter welchem diese jeden Läufer gebührend mit lauter Musik und Tröten feierten. Nach 2 Laufrunden und somit 5km zog es meinen Körper wie gewohnt in Richtung Zielbogen. Entsprechend groß war das Entsetzen, dass ich nochmals abbog, um weitere 2 Runden zu Laufen. Gerade die letzte Runde wurde zu einem Kraftakt. Doch die Belohnung wartete schon am Zielbogen: Sämtliche Sprintdistanzler und Supporter erwarteten mich mit einer Mini-La-Ola-Welle und großem Jubel! Es war geschafft! Trotz der miesen Voraussetzungen erreichte ich alle meine Ziele der Saison: Teilnahme olympische Distanz, darauf möglichst unter 3 Stunden zu bleiben und natürlich mehrere Sprintdistanzen zu finishen. Ab sofort ist Ruhe und Entspannung angesagt (ggf werden die Dammer Berge noch bezwungen) und nächstes Jahr wird neu angegriffen!

Arne Dunker beim Wechsel aufs Rad.
Arne Dunker beim Wechsel aufs Rad.




Auf der Sprintdistanz war der HTB durch Nicole von Döllen, Christiane Tchorz, Arne Dunker, Rolf Schröder und Matthias Drews vertreten.




„Das Bad Zwischenahner Meer ist nicht leicht zu durchschwimmen, da gibt es so einige Tücken. Die kleinen Wellen sind teilweise unberechenbar und auch die Strömung kann an den guten Schwimmbadzeiten so einiges verschlechtern“, äußerte der stllv. Spartenleiter Rolf Schröder. Das bekamen auch viele Triathleten später bei ihren verschlechterten Schwimmzeiten zu spüren. 

Nicole von Döllen verbesserte ihre Gesamtzeit im Vergleich zum Vorjahr erheblich.
Nicole von Döllen verbesserte ihre Gesamtzeit im Vergleich zum Vorjahr erheblich.


Die Radstrecke war gut zu befahren und führte teilweise durch die Bad Zwischenahner City. Hier standen auch größere Zuschauergruppen, die die Triathleten anfeuerten.


Bei dem abschließenden Lauf ging es in einem Rundkurs zwei Mal um die Kurparkanlagen. Hier hatten sich so einige Zuschauer mit Pavillons eingerichtet und alle Triathleten lautstark mit Klanghörnern unterstützt. Dröhnend wurde es auch im Zielbereich und –kanal, wo einige hundert Zuschauer die eintreffenden Triathleten im Zieleinlauf zujubelten. Auch die HTB-ler wurden dadurch nochmals auf den letzten Metern motiviert und legten einen schnellen Zieleinlauf hin.


Insgesamt war es eine gute durchstrukturierte Veranstaltung, die mit Sicherheit auch nächstes Jahr von den HTB – Triathleten besucht wird.

Positive Entwicklung zum letzten Jahr konnte Nicole von Döllen verzeichnen. Denn Nicole  konnte ihre Zeit um 6 Minuten zum letzten Jahr verbessern. „Das ist ein riesiger Erfolg und eine enorme Leistungssteigerung“ sagte Trainer Matthias Drews anschließend und freute sich mit Nicole von Döllen zusammen.

Bei strahlendem Sonnenschein nach dem Zieleinlauf darf selbst der Trainer noch ein bisschen träumen...
Bei strahlendem Sonnenschein nach dem Zieleinlauf darf selbst der Trainer noch ein bisschen träumen...



Abschließend ist noch zu sagen, dass nicht immer Verlass auf Wetterapps ist. Aber die von Matthias Drews ist wirklich spitze, denn hier gibt es nur Sonnenschein und warme Temperaturen.

 

Insgesamt war es wieder ein toller Wettkampftag. Das allzu oft zitierte Sportler-Sprichwort: „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt“ trifft wieder einmal voll zu (besonders bei Katrin). Ein dickes „Dankeschön“ geht hier noch einmal an Birgit und Christoph, die sonntags offensichtlich ungern ausschlafen und lieber die Athleten auf Wettkämpfe begleiten. Ihr seid die besten Supporter/ Live-Ticker!

 


Die Ergebnisse im Einzelnen:


Sprintdistanz (750m - 27km - 5,4km)

       
Name Schwimmen Radfahren Laufen gesamt  Platz AK Platz gesamt
Christiane Tchorz 00:17:45 01:01:20 00:31:46 01:50:53 TW 35 : 8 35
Nicole von Döllen 00:17:48 00:57:02 00:34:23 01:49:13 TW 35 : 7 34
Mattias Drews 00:13:21 00:45:53 00:26:07 01:25:22 TM 45 : 4 20
Rolf Schröder 00:16:31 00:51:27 00:28:16 01:36:15 TM 45 : 13 71
Arne Dunker 00:17:35 00:52:14 00:27:03 01:37:11 TM 40 : 13 78
   
olympische Distanz (1500m - 40km-10,8km)        
Katrin Fronzek 00:28:40 01:24:55 01:03:22 02:56:58 TW 30 : 1 8


Swim & Run (0,2 km, 1 km):

Anna von Döllen               00:08:27                                   00:09:44        00:18:12  TW10 14


Swim & Run (0,05 km, 0,2km):

Alina von Döllen               00:03:15                                   00:02:53         00:06:09  TW6    3





Autoren: K. Fronzek, M. Drews, C. Tchorz