14.09.2014 – Triathlon Dammer Berge (Saisonende)

 

  • HTB-Triathlon-Saison endete an diesem Wochenende in Damme
  • Schröder entgeht nur knapp zwei Radstürzen
  • Meinert mit ganz starker Leistung beim Laufen, Drews beeindruckt
Beide Trainer und Spartenleiter können mit Stolz auf die zurückliegende Saison und ihre Sportler zurückblicken.
Beide Trainer und Spartenleiter können mit Stolz auf die zurückliegende Saison und ihre Sportler zurückblicken.

 

Am 14.09.14 fand in Holdorf der 3. Dammer Berge Triathlon statt. Zum großen Saisonfinale (letzter Wettkampf der laufenden Triathlonsaison 2014) hatten sich insgesamt vier HTB-Triathleten beim Dammer Triathlon angemeldet. Die Triathleten Nicole von Döllen, Detlef Meinert und M. Drews starteten auf der angebotenen Sprintdistanz (500 m / 20 KM / 5 km) und Rolf Schröder auf der olympischen Distanz (1,5 km / 40 km / 10 km ).

 

Anbei die Erlebnisberichte der beiden Trainer und Spartenleiter. Einmal zur Sprint- und einmal zur Olympischen Distanz.

Matthias Drews zum Sprintwettkampf:


„Nach den chaotischen Zuständen des letzten Jahres bei der Veranstaltung in Holdorf konnten die Triathleten in diesem Jahr feststellen, dass der neue Veranstalter alles im Griff hatte und dazu maßgeblich dazu beitrug, eine ordentlich durchstrukturierte Veranstaltung abzuliefern. In diesem Jahr hatte der Veranstalter die Wechselzone zur Rad- und Laufwechselzone umfunktioniert. Die Rad- und Laufstrecke verlief deshalb dieses Jahr um den wunderschönen Holdorfer Heidesee. Die Radstrecke war eine 10 km Runde mit abwechslungsreichen Streckenabschnitten.


Teilweise führte die Strecke über Panzerplatten. Sie war ganzseitig gesperrt und deshalb sehr gut zu befahren. Die Laufstrecke hatte es hingegen in sich. Diese führt teilweise durch Kiefernwälder. Die Bodenbeschaffenheiten erinnerten dann eher an einem Crosslauf. Diese waren überwiegend auf Waldboden, teilweise stark sandige oder grashaltige Böden.

Detlef Meinert kommt aus dem Wasser.
Detlef Meinert kommt aus dem Wasser.


Zurück zum Sprintwettkampf:


In der internen Wertung hatte dieses Jahr Matthias Drews bei den Sprintwettkämpfen bei den Männern bisher die Nase vorn. Allerdings war Detlef Meinert ihm zeitlich dicht auf den Versen. Das Kräftemessen sollte eine neue Ära bei den HTB- Triathleten bekommen.


Vom Schwimmstart weg konnte Matthias Drews seine Zeit gegenüber Detlef Meinert zuerst ausbauen, obwohl Matthias auch noch beim Schwimmstart durch den Sprung in die Fluten seine Schwimmbrille verlor. Beim anschließenden Landgang konnte zunächst Matthias 1 min 30 sec herausschwimmen.


"Matze" auf dem Rad
"Matze" auf dem Rad


 

Und auch auf der Zeitfahrmaschine machte Matthias weiterhin Zeit gut, so dass er bis zum Laufen ca. 3 Minuten Vorsprung herausfuhr. Die Entscheidung sollte auf der Laufstrecke fallen. Beide spulten nun ihre angehenden Laufkilometer ab. Detlef konnte bei km 3 Matthias einholen und zog an ihm vorbei.

Lieferten sich ein spannendes Rennen, Detlef ...
Lieferten sich ein spannendes Rennen, Detlef ...
... und Matze.
... und Matze.

Bis zum Schluss konnte Detlef seinen Vorsprung halten und weiter ausbauen. Im Ziel eingelaufen stellte Detlef fest, dass er noch 2 Minuten auf Matthias gut gemacht hatte.

 

„Eine tolle Leistung und ein sehr starkes Laufergebnis für Detlef“ konstatierte M. Drews und gratulierte Detlef zu seinem schönen Erfolg.“

 

Autor: M.  Drews

Hier war die Welt noch harmonisch. Kein Kettenquietschen!
Hier war die Welt noch harmonisch. Kein Kettenquietschen!

Rolf Schröder mit seinem Bericht (mit „Schmunzeleinlagen“) zur Olympischen Distanz:

 

„Der Triathlon in Damme hatte im letzten Jahr nicht unbedingt den besten Eindruck hinterlassen. Schietwetter, schlechte Einweiser und eine, sagen wir mal, unprofessionelle Organisation machten 2013 den HTBlern zu schaffen.  Aber wir sind ja nicht nachtragend und außerdem lockt Damme  mit einem schönen Badesee.

 





Sonntagmorgen 06:00 Uhr, der Wecker klingelte, verschlafen raffte ich meine Wettkampfklamotten zusammen. Als alter Hase weiß man ja was man braucht, reine Formsache. Pünktlich um 07:15 rollte der blaue Ford vom Hof. Wie bereits beim Bärentriathlon hingen die dunklen Wolken beinahe auf der Straße und meine Frau Birgit war begeistert von der Aussicht, einen halben Sonntag im Holdorfer Dauerregen verbringen zu dürfen. Ankunft, Startunterlagen holen, Einchecken und die üblichen Vorbereitungen in der Wechselzone.

 

Nicole, „Matze“ und Detlef waren zwischenzeitlich auch angekommen und bereiteten sich auf ihren Sprint vor.

 

Bei meinen eigenen Vorbereitungen musste ich feststellen, dass ich meinen Fahrradtacho zur Verbesserung meines Tempogefühls zuhause vergessen hatte. Es sollte also ein Radfahren „gefühlsecht“ werden.

 

Nachdem die Sprinter auf dem Weg waren, wurde die olympische Distanz 30 Minuten später gestartet.

 

Das Schwimmen lief wie erwartet gut. Nach 28,5 Minuten durfte ich mein Radabenteuer starten.

 

Erste Runde zum Eingewöhnen, quasi die Kennenlernrunde. So liebe ich es: Bekannter Kurs mit langen Geraden auf denen man richtig Gas geben kann. Auf der dritten Runde war ich dann mit dem Kurs so richtig vertraut, d.h. Kopf runter, Hirn abschalten und einfach nur treten.

 

Dann passierte es.  Nach einer Linkskurve hinter der Autobahnbrücke meinte ich eine besonders lange Gerade vor mir zu haben, also wie gehabt, Kopf runter, Hirn abschalten und treten. Als ich den Kopf wieder hochnahm sah ich nur noch ein Schild, das auf eine 90° Rechtskurve aufmerksam machen sollte. Also schnell das Hirn wieder eingeschaltet um festzustellen:  Alles zu spät, links am Schild vorbei und hinein in den gepflügten Acker. Wenigstens würde ich weich Fallen, wenn es denn so kommen sollte. Aber ich fiel nicht. So stand ich dann ca. 50m auf dem Acker, das Rad bis zu den Kettenblättern im Dreck versunken. Ein kurzer, scheuer Blick: Keiner hatte es gesehen. Gott sei Dank! Nach dem ordnen meiner Gedanken machte ich mich auf, zurück zur offiziellen Wettkampfstrecke. Jetzt wusste ich aber Bescheid und wie sagt der Trainer immer: Konzentration!

 

Rolf, ab ins Ziel, klasse Saison beendet!
Rolf, ab ins Ziel, klasse Saison beendet!

Die nächste lang gezogene Strecke konnte ich dann wieder in tiefer Aeroposition genießen,  nur das Knirschen der Kette störte ein wenig die Harmonie. Der nächste Adrenalinstoß ließ  jedoch nicht lange auf sich warten. Plötzlich und unerwartet tauchte direkt vor mir eine Straßenabsperrung auf von der ich sicher war, dass sie in den ersten beiden Runden so nicht da war! Aber egal, rechts vorbei und umdrehen. Gerade auf Höhe der Absperrung trat dann ein Feuerwehrmann aus dem Gebüsch auf die Straße.

 

Mit einem eleganten Sprung konnte er sich zurück ins Gebüsch retten. Ich drehte um und setzte den Wettkampf  unter dem heftigen Schimpfen des Feuerwehrmannes fort.

 

Die vierte Radrunde konnte ich dann ohne Zwischenfälle beenden.

 

Auch beim abschließenden zehn Kilometer Geländelauf (der Airborne Run muss die ideale Vorbereitung gewesen sein) traten keine unerwarteten Ereignisse mehr ein.

 

Nach 2h 48min und 41sec konnte ich den Wettkampf ca. 10 min langsamer als im letzten Jahr beenden.

 

Fazit: Die Sonne schien und Triathlon ist eben immer auch Abenteuer und Erlebnis.“

 

Autor: Rolf Schröder


Die Ergebnisse im Einzelnen

 

Olympische Distanz:

Platz 30           Schröder         Rolf                 Sen2 - TM45   7          02:48:41

 

Sprintdistanz:

Platz 11           Meinert Detlef   Sen2 - TM45   3            01:12:37     

 

Platz 18           Drews M.         Sen2 - TM45   4          01:14:09         

 

Platz 15           von Döllen      Nicole    AK4 - TW35 2         01:32:11