Berlin XL-Triathlon: Für Rolf und Detlef reichen die kurzen Distanzen nicht mehr :-)

Rolf Schröder bezwang - wie bereits im Vorjahr - die Langdistanz in Berlin.
Rolf Schröder bezwang - wie bereits im Vorjahr - die Langdistanz in Berlin.

 Same procedure as last year? Nicht ganz  – obwohl sich auch in diesem Jahr wie schon 2015 die beiden Harpstedter Triathleten Rolf Schröder und Detlef Meinert am Berliner Müggelsee zum 11. Berlin XL Triathlon einfanden. Rolf trat erneut auf der Langdistanz an, für Detlef reichte im direkten Anschluss an seinen Sommerurlaub heute die Mitteldistanz.

 

Der Start für die Langdistanz war um 7 Uhr. Eine Stunde vorher wurde die Wassertemperatur ermittelt. Bei den heißen Temperaturen der vergangenen Tage wurde schon fast offiziell mit Neoverbot gerechnet, umso größer die Erleichterung als die gemessene Temperatur bei nur 22,3°C lag und damit Neos erlaubt waren.  

Detlef vorm Schwimmstart der Mitteldistanz.
Detlef vorm Schwimmstart der Mitteldistanz.

Bei optimalen Bedingungen gingen dann die 56 Starter der Langdistanz auf die Strecke. Während Rolf auf die erste Schwimmrunde ging stand Detlef als Beobachter auf dem Steg. Sein Start für die Mitteldistanz erfolgte 2 Stunden später um 9 Uhr. So konnte er Rolfs Wechsel aufs Rad nach 1:30 noch verfolgen bevor er sich selber startklar machte. Auch die Athleten der Mitteldistanz durften nach der Messung der Wassertemperatur aufatmen, denn auch hier gab es nicht das befürchtete Neoverbot. Das Startfeld auf dieser Distanz war mit 339 Athleten etwas größer und beim Start gab es das übliche Gerangel, das Feld zog sich jedoch schnell auseinander und Detlef konnte nach 40 Minuten ebenfalls Richtung Storkow auf der Radstrecke verschwinden. 

Die Strecke führt 26 km raus aus Berlin auf einen Rundkurs, der  6- bzw. 2 mal zu fahren war bevor es dieselbe Strecke wieder zurück zum Müggelsee ging.

Während Rolf also noch seine Radrunden drehte, kam Detlef mit einer hervorragenden Radzeit von 2:41:38 auf die gefahrenen 93 km (35,8km/h) in die Wechselzone und startete auf die abschließenden 3 Runden à 7 km Laufstrecke. Mit dieser guten Ausgangsposition erkannte Detlef seine Chance eine Gesamtzeit von unter 5 Stunden zu schaffen. Die angenehmen Temperaturen von 25 °C waren hier nicht nur für die Zuschauer gut zu ertragen, sondern auch für die Athleten. Detlef wirkte auch nach der 1. und 2. Laufrunde noch fit und hielt ein sehr konstantes Tempo.

Detlef Meinert
Detlef Meinert

 

Als es auf 2 Uhr zuging trennten sich die Wege der unterstützenden Ehefrauen, denn während Detlef auf seiner letzten Laufrunde war, näherte Rolf sich auf dem Rad der Wechselzone.

 

 

Für Detlef war das Rennen nach 4:58:59 zu Ende, völlig erschöpft und glücklich erreicht er das Ziel, ließ sich von Sigrid Cola und Salzbrezel aus der Verpflegung holen und kam langsam wieder zur Besinnung. 

Rolf Schröder erreichte das Ziel unter 13 Stunden.
Rolf Schröder erreichte das Ziel unter 13 Stunden.

Inzwischen war Rolf nach 5:51:10 vom Rad auf die Laufstrecke gewechselt. Mit dieser hervorragenden Zeit hatte er einige Plätze im Gesamtfeld gutgemacht und hatte nun noch 6 Runden à 7 km Laufen vor sich. Gegen 18 Uhr, als Rolf sich in der 5. Runde befand gab es dann eine kleine Abkühlung von oben, die am Vortag angekündigten Gewitter blieben zum Glück aus. Nach 12:59:35 überquerte er dann ebenfalls die Ziellinie. Er hatte sich vorgenommen unter 13 Stunden zu bleiben – Ziel erreicht!

 

Es war wieder ein tolles Erlebnis mit Ergebnissen, die sich sehen lassen können. Schade war nur, dass der ebenfalls gemeldete Christian Ertel aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste und es kein Harpstedter Triple gab. Vielleicht im nächsten Jahr!

 

Autorin: Sigrid Meinert